Die Geschichte der Bieretiketten
Jeder kennt sie wohl – die Bieretiketten. Sie verraten uns nicht nur woher das kühle Blonde stammt. Neben dem Namen des Bieres, der Biersorte und dem Hersteller findet man auch Angaben zu Alkoholgehalt, Stammwürze und anderes. Während das Etikett früher lediglich der Kennzeichnung diente, ist es heute reich geschmückt und soll durch sein Äußeres vor allem die Kunden zum Kauf animieren. Außerdem hilft es dem Kunden „sein“ Bier im Getränkemarkt beziehungsweise der Getränkeabteilung eines Supermarktes schnell zwischen all den Sorten zu finden. Kurzum: der Widererkennungswert ist entscheidend. Neben dem Etikett heben sich die Bierflaschen vor allem durch ihre Farbe und Form von anderen Bieren ab.
Die Geschichte der Bieretiketten
Jahrhundertelang wurde Bier fast ausschließlich in Fässern gelagert und transportiert. Es wurde entweder „offen“ ausgeschenkt oder „lose“ verkauft. Im frühen 19. Jahrhundert tauchten dann erstmals Flaschen aus Steinzeug auf. Diese trugen entweder gar keine oder bestenfalls eingebrannte oder gestempelte Herkunftsnachweise. Ein paar Jahrzehnte später folgten dann die ersten Glasflaschen mit Präge-Beschriftung. Etwa um 1870/1880 wurden die ersten Flaschen mit aufgeklebten Bieretiketten aus Papier für den Export gekennzeichnet. Diese kostengünstige Variante hat sich dann schnell durchgesetzt. Die Etiketten wurden auch eine Zeit lang als Anhänger genutzt, die man heute noch bei Gasthausbrauereien findet.
Seit dem Beginn der Brauerei hat es im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland über 26.000 Braustätten gegeben. Allerdings haben davon nur die wenigsten jemals in Flaschen abgefüllt. Nach Auswertung historischer Brauereiverzeichnisse, haben mehr als 4.100 deutsche Brauereien Bieretiketten verwendet. Aktuell beläuft sich deutschlandweit die Zahl der Brauereien auf etwa 1.300.
Über Sammler und das selbst Gestalten von Bieretiketten
Sammeln kann man ja so ziemlich alles. Dann wundert es sicher niemanden, dass es auch Bieretikettensammler gibt. Die Etikettensammler haben dabei unterschiedliche Kriterien, nach denen sie sammeln. Die einen sammeln weltweit Etiketten und andere versuchen beispielsweise von jeder der 4.100 deutschen Brauereien ein Bieretikett in die Finger zu bekommen. Die Schildchen werden ordentlich aufbewahrt und sortiert. Oftmals werden Datenbanken angelegt um den Überblick nicht zu verlieren. Wenn Sie ein ungewöhnliches oder besonders altes Bieretikett haben, wenden Sie sich einfach an einen Sammler. Dieser hat vielleicht Verwendung dafür und kauft es Ihnen ab.
Sie suchen ein ungewöhnliches Geschenk oder Mitbringsel? Wie wäre es dann wenn Sie Ihr eigenes Bieretikett gestalten würden? Das könnten Sie auf eine handelsübliche Bierflasche aufkleben. Das wäre sicher der ultimative Gag für eine Party! Ähnlich wie bei einem T-Shirt können Sie dabei das Etikett ganz nach Ihren Vorstellungen gestalten. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! Oder brauen Sie vielleicht Ihr eigenes Bier und möchten die Flaschen stilecht mit individuellen Bieretiketten versehen. Im Internet finde Sie unzählige Anbieter, bei denen Sie Ihre eigenen Etiketten schnell und einfach entwerfen und drucken lassen können.
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